Aus dem Wiesbadener Kurier vom 31.08.2011:
Gelungen ist das dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit seinem unermüdlichen „Motor“ Carla Schulte-Kalms, das nach der Weiherbrücke im Kurpark nun bereits das zweite konkrete Projekt gestemmt hat, dem Rotary-Club Wiesbaden, dessen Mitglied Professor Wolfgang Merkel „ohne jeden Heller Entgelt“ unter anderem die komplizierten hydraulischen Probleme der Anlage löste und dem Hotel „Schwarzer Bock“. Zusammen mit vielen Spendern, darunter auch die Stadt und der Denkmalschutz, und ideellen Unterstützern. So war der gestern zu Ehren der Drei-Lilien-Brunnenstube ausgerollte Teppich ein wenig auch für sie gedacht.
„Der Quellraum ist saniert, das Wasser sprudelt wieder und ich freue mich riesig“, begrüßte „Schwarzer Bock“-Chef Peter B. Mikkelsen die Gäste. Carla Schulte-Kalms gab einen Rückblick auf die teilweise mühevolle und Jahre erfordernde Aufgabe, das Wiesbadener Kleinod wiederzubeleben, und Rotarier Merkel erläuterte so manches technische Detail sowie die für die Bevölkerung entscheidende Frage: Wie kommt man hinein in die Brunnenstube, die hinter original restaurierten Türen liegt? Ein Klingelknopf verbindet zur Rezeption des „Schwarzen Bock“, von der aus sich die Pforte öffnen lässt. Trinkwasser ist das dampfende Thermalwasser allerdings nicht.
Einst 27 Quellen
Die Drei-Lilien-Quelle ist heute eine der wenigen von einst 27 Quellen, die noch sichtbar und der Öffentlichkeit zugänglich sind. „Wiesbaden achtet die Quellen zu wenig“, obwohl sie doch die Grundlage seiner Existenz seien, ließ Gottfried Kiesow, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, gestern am Drei-Lilien-Platz einen Wermutstropfen in den Freudenbecher fallen. Wünschenswert sei auch, die römischen Thermalbäderanlagen an irgendeiner Stelle „ein Stückchen sichtbar zu machen“.
Und gemeinsam mit Carla Schulte-Kalms legte er dem Zustimmung signalisierenden Oberbürgermeister ans Herz, nach der Restaurierung der Drei-Lilien-Quelle nun auch dem davor liegenden Platz eine adäquate Gestaltung zu gönnen: „Den Asphalt dort kann man doch wirklich opfern und eine kleine Oase der Ruhe daraus machen.“



